Saunieren – aber richtig: Tipps und Regeln

Fast am wichtigsten bei einem Saunatag ist: Zeit. Nehmen sie sich ausreichenden Zeit für die wohltuenden Anwendungen, die Ruhepausen und für die Reinigung danach. Es bringt absolut gar nichts, von einer Anwendung zur nächsten zu hetzen, sich flüchtig und hastig abzuduschen und im schlimmsten Fall nach Hause zu rasen, um dort noch Arbeit zu erledigen.

Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, wie viel Zeit er dem saunieren und den dazugehörigen Anwendungen schenken möchte. Jeder hat seinen eigenen Wohlfühl-Zeitabschnitt.

In der Regel dauert ein Besuch der Sauna ca. 2 Stunden, wenn der Aufenthalt kurz gehalten wird. Diese Zeit sollte man mindestens einplanen.

Hier ein paar hilfreiche Tipps und Regeln für den Besuch einer Sauna:

  • Man sollte weder hungrig, noch mit einem vollen Magen in die Sauna gehen. Wichtig: bringen Sie ausreichend Flüssigkeit mit. Am besten eignet sich Mineralwasser. Je Minute wird etwa 40-60g Schweiß ausgeschieden. Während eines Besuchs von drei Saunagängen wären das ca. 0,5-1,5 Liter Schweiß, die der Körper verliert. Diesen Verlust heißt es wieder auszugleichen. Als Alternativen eignen sich ebenso Fruchtschorlen oder alkoholfreies Bier, welches isotonisch wirkt und somit den Mineralhaushalt wieder ausgleicht.
  • Wenn sie das Gefühl haben, genug geschwitzt zu haben, beweisen Sie sich nicht selbst irgendetwas, sondern verlassen Sie den Saunaraum. Nur Sie selbst wissen am besten, was Ihnen gut tut. Gerade Sauna-Neulinge sind nicht daran gewöhnt und sollten es unbedingt langsam angehen lassen und sich nicht auf die höchste, beispielsweise hohe Bank setzten. Saunieren soll keine unangenehme Belastung für den Körper sein, sondern ein entspanntes und gesundes Erlebnis.
  • Eigentlich selbstverständlich, aber dennoch zu erwähnen, ist die Hygiene und die Gerüche. Einen Tag vor dem geplanten Saunabesuch sollte auf den Verzehr von Knoblauch verzichtet werden, da er nicht nur mit Mundgeruch einhergeht, sondern auch beim schwitzen durch alle Poren nach draußen gelangt. Dies wäre nicht nur für die anderen Gäste unangenehm, sondern auch für den Verursacher. Das Gleiche gilt für den Gebrauch von stark riechendem Parfum. Vor dem ersten Saunagang bitte gründlich duschen (gut abtrocknen ist hier wichtig, da feuchte Haut die Poren länger geschlossen hält und sie so am Schwitzen hindert) und danach, bevor man sich z.B. in den Pool begibt.
  • Badeschlappen außerhalb der Saunaräume sind Pflicht. Keinesfalls sollte man die Badeschlappen jedoch in der Sauna anbehalten. Sie würden ausdünsten und im meist schwachen Licht würde so manch anderer Gast darüber stolpern (Außer Dampfsaunen)
    Das Handtuch sollte im Sitzen minimal größer als die Sitzfläche, aber so groß sein, dass jeder Schweißtropfen vom eigenen Handtuch aufgefangen werden kann.
    Es gilt als großer Fauxpas, auf das Handtuch eines anderen Gastes zu treten, oder noch schlimmer, sich ungeschickter weise darauf zu setzen.
  • Beim Betreten der Sauna ist es üblich und höflich, die Anwesenden zu grüßen. Jedoch sollte man unbedingt leise sprechen. (In ausgeschilderten Ruhe- oder Meditationssaunen ist das Sprechen ganz untersagt). Wenn man sich einen Sitzplatz ausgesucht hat, fragt man die Sitznachbarn, ob noch frei ist. Das Würdigen der Privatsphäre der Anderen ist eine Form von Anstand und Respekt, die so gut wie jeder zu schätzen weiß.
  • Nach dem Saunagang tut Bewegung an der frischen Luft gut, gefolgt von einer kalten Dusche (den Wasserstrahl vom rechten Fuß, Bein und Arm langsam zur linken Körperhälfte und bis zum Herzen führen) und / oder der Abrieb mit Eiswürfeln.
  • Die Ruhephase von ca. 20-30 Minuten danach ist eine Wohltat für Körper und Geist.
  • Bis zu zwei weitere, heißere Saunagänge inklusive Bewegung, Duschen und Ruhen können daran angeschlossen werden.
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